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Syrisch-orthodoxe Liturgie in Midyat.

SOK Liturgie in Midyat

Der Bischof Mar Juavannes Bilgic feiert die Liturgie in der Kirche der "40 Märtyrer" in Midyat. Der syrisch-orthodoxe Ritus kennt mehr als 70 Anaphora. Die bekanntesten sind die "Anaphora des Heiligen Jakobus, des Herrenbruders" und die "Anaphora der Zwölf Apostel".

Die Wurzeln der syrisch-orthodoxen Liturgie reichen bis in das Judenchristentum in Antiochia der apostolischen Zeit. Die Anfänge der syrisch-aramäischen Liturgie wurden dort gefeiert, wo die Jünger Jesu zum ersten Mal "Christen" genannt wurden, wie die Apostelgeschichte, Kap. 11, 26 berichtet. Später entwickelte sich die syrische Liturgie in Edessa weiter. Sie schöpfte aus reichen hymnischen Texten und einer umfangreichen syrisch-aramäischen Poesie. In Syrien, vor allem in Edessa (Urhai), stand die Wiege der christlichen Hymnendichtung. Afrem der Syrer ist einer der berühmtesten Vertreter dieser Literatur.

SOK Liturgie in Midyat

In den großen Städten des Byzantinischen Reiches wurde die Liturgie in der griechischen Sprache abgehalten. Im nahen und weiteren Umfeld sprach das Volk Aramäisch. So war Aramäisch die Sprache der Liturgie. Die syrischen Christen sind stolz auf ihre aramäische Liturgiesprache, die schon Jesus sprach und auf das Evangelium, in der er verkündete. Seit dem 4. Jh. beeinflusste dieSyrisch-aramäische Hymnendichtung auch die Liturgien jenseits des aramäisch-syrischen Kulturraums. Dieser Einfluss reichte bis nach Italien. Ambrosius von Mailand /gest. 197), der "Vater des lateinischen Kirchengesangs", liess sich von der syrischen Hymnologie anregen.

SOK Liturgie in Midyat

Gläubige küssen Evangeliar

Gläubige küssen Evangeliar

Die syrischen Christen im Orient sind, wie alle Glaubensbrüder, mit ihrer Kirche eng verbunden. Da sie heute keinen eigenen Staat haben, bleibt ihre Kultur nur durch ihre Kirche erhalten. Sie gehen regelmäßig in ihren Gottesdienst. Das im Gottesdienst verwendete Evangeliar wird am Ende der Liturgie vor dem Altar gestellt und beim Verlassen der Kirche von den Gläubigen geküsst. Dieser uralte Brauch ist heute im Tur Abdin lebendig.

Gottesdiens im Tur Abdin

Gottesdiens im Tur Abdin Gottesdiens im Tur Abdin Gottesdiens im Tur Abdin

Taufe in Midyat

Taufe in Midyat

Der Priester Abdullah Gülce war der Hauptseelsorger der Gemeinde von der Kirche Mart Schimuni in Midyat, bis er 1978 zu seinen Verwandten nach Australien auswanderte.

Das Bild zeigt ihn bei einer Taufe in Midyat. Nach dem Verständnis der syrisch-orthodoxen Kirche ist die Taufe ein heiliges Mysterium. Durch sie wird der Gläubige in Jesus Christus neu geboren. Der Täufling nimmt die Gnade der Rechtfertigung und der Kindschaft Gottes an. Das Mysterium der Taufe ist notwendig für die Erlösung jedes Menschen von den Folgen der Sünde, gleich, ob dieser Mensch klein oder erwachsen ist.

Die Vollziehung dieses Mysteriums muß durch Eintauchen in das Wasser geschehen. In Ausnahmefällen darf die Taufe durch Besprengen mit Wasser durchgeführt werden.
Unmittelbar nach der Taufe wird dem Täufling das Mysterium der Heiligen Salbung (Myron) verabreicht.

Der syrisch-orthodoxen Tradition nach ist das Myron ein Mysterium, mit dem der gläubige Täufling die Kraft des Heiligen Geistes und seine Gaben zur Festigung des Glaubens, zur Kräftigung und zum Wachsen des geistigen Lebens, empfängt. Die Salbung mit dem heiligen Myron wird als ein Ausdruck der Ergänzung des reinen Taufmysteriums oder der geistigen Wiedergeburt gesehen.